Kurse für Senioren

Fortbildungsprogramm für Kraftfahrer ab 60 Jahre

 

Achtung: Dieses Programm kann nicht permanent angeboten werden
Hinweise zu den Terminen finden Sie zeitnah im Bereich Trainingsangebote / Termine

Wie in vielen Ländern der Welt verändert sich auch in Deutschland die Altersstruktur der Bevölkerung. Die Abnahme der Geburtenzahlen und die erhöhte Lebenserwartung für die Menschen führen zu einer deutlichen Zunahme der Anzahl von älteren Menschen in der Gesellschaft. in den nächsten 50 Jahren wird sich der Anteil alter Menschen weltweit verdoppeln (VCÖ, 1999).

Das heutige Deutschland hat ca. 82 Millionen Einwohner. Davon sind rund 22 % jünger als 20 Jahre und 21 % 60 Jahre und älter. In etwa 10 Jahren werden diese Anteile 15 % bzw. 25 % betragen. Im Jahr 2040 werden die jüngeren nur noch 15 %, die Älteren aber ca. 37 % der Bevölkerung ausmachen - mit einem deutlichen Frauenüberschuss (2:1) (Stat. Bundesamt, 1999).

Somit werden ältere Fahrer immer mehr zu einem wichtigen Faktor des Verkehrsgeschehens. Aber nicht nur der Anteil, sondern auch der Wunsch nach Mobilität vergrößert sich bei den Älteren seit einigen Jahren, und dieser Trend wird noch weiter anhalten.

 

Höheres Mobilitätsbedürfnis nach dem Arbeitsleben
Die meisten Menschen, die heute das Berufsleben beenden, denken nicht daran, ihren Ruhestand zu Hause zu verbringen. Sie freuen sich vielmehr, endlich genug Zeit für Reisen, Verwandtenbesuche und alle möglichen Hobbys zu haben, die auch wieder mit einer erhöhten Mobilität verbunden sind. Viele Pensionäre sind mit dem Auto kaum weniger unterwegs als während ihres Berufslebens, in dem sie es regelmäßig für den Weg zur Arbeit benutzten. Ein entscheidender Unterschied liegt lediglich darin, dass jetzt nicht mehr die Notwendigkeit besteht, zu den Hauptverkehrszeiten Auto zu fahren. Man kann sich nun die Fahrzeiten aussuchen, tunlichst den Berufsverkehr meiden und damit vor allem in Großstädten zur Entzerrung des Verkehrs beitragen.
Eine wichtige Rolle für den hohen Anteil älterer Pkw-Fahrer spielt aber auch die Tatsache, dass mit dem Nachlassen der körperlichen Leistungsfähigkeit die Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel mit Anmarschwegen, Gepäcktragen und hohen Stufen immer mühsamer wird. (Quelle: ADAC)

 

Unser Verkehrstraining
Aus diesen Gründen hat sich die Verkehrsprävention der Polizei Mannheim Gedanken gemacht, wie man speziell an diejenige ältere Generation herantreten kann, die noch mit ihrem eigenen Kraftfahrzeug unterwegs ist.

Überlegung war, die Interessenten, die teilweise schon weit über 50 Jahre im Besitz einer Fahrerlaubnis sind, nicht nur in einem trockenen theoretischen Teil über die neuesten Gesetze und Richtlinien zu informieren, sondern vielmehr ein abwechslungsreiches Programm, unterteilt in Theorie und Praxis, zu gestalten. Das Publikum ist dabei sehr gemischt. Ca. 40 % der Teilnehmer sind dabei Frauen, die jahrelang als Beifahrer unterwegs waren und sich nun über das Neueste im Straßenverkehr informieren wollen.

Seit 1996 haben über 700 Seniorinnen und Senioren an diesem Programm teilgenommen. Jedes Jahr werden zwischen vier und acht weitere Veranstaltungen durchgeführt. Um auch auf die Fragen und Probleme näher eingehen zu können, ist die Teilnehmerzahl begrenzt. An den praktischen Übungen kann man dabei nur teilnehmen, wenn das eigene Kraftfahrzeug mitgebracht wird. Jeder Kursteilnehmer erhält zum Abschluss eine Teilnahmebescheinigung. Die Veranstaltungstermine werden rechtzeitig vorher, durch die örtliche Presse, bekannt gegeben. Teilnehmen darf jeder Führerscheininhaber, der das 60. Lebensjahr vollendet hat.

 

Ablauf der Veranstaltung
Die Veranstaltung findet auf dem Gelände der Jugendverkehrsschule Mannheim statt. Sie ist in Theorie und Praxis unterteilt. Im theoretischen Teil werden folgende Themen angesprochen:

  • Allgemeines über "Ältere Verkehrsteilnehmer"
  • Altersbedingte körperliche Defizite
  • Neuerungen in der Straßenverkehrsordnung

Im praktischen Teil wird zunächst das Aufstellen des Warndreiecks geübt und das richtige Absichern

einer Gefahrenstelle besprochen. Dann soll von jedem Teilnehmer eine vorher bestimmte Fahrstrecke zurückgelegt werden. Innerhalb dieses Bereichs muss man neben einer Kurzen Slalomstecke auch alltägliche Verkehrssituationen wie Einparken in einer Garage und Abstellen des Fahrzeugs am Fahrbahnrand bewältigen. Damit dies auch nicht zu einfach ist, wird rückwärts gefahren. Da früher oder später bei vielen älteren Menschen die Beweglichkeit im Hals-Nacken-Bereich eingeschränkt sein kann, soll versucht werden, diese Strecke nur unter Benutzung der beiden Außenspiegel zu bewältigen.

Die Übungen sind natürlich freiwillig und können nur mit dem eigenen Kraftfahrzeug absolviert werden.

 

Hier einige eindrücke vom praktischen Teil:

Wie baut man das Warndreieck auf?

 

Rückwärts durch den Slalom; nicht umdrehen, nur die Außenspiegel benutzen

 

Klappt doch!

 

Rückwärts einparken - nur mit Außenspiegel


Sie haben noch Fragen? Dann schreiben Sie uns verkehrserziehung@t-online.de

oder rufen Sie uns an 0621/415700

 

Achtung: dieses Programm kann nicht permanent angeboten werden.

Hinweise zu den Terminen finden sie unter Trainingsangebote / Termine