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Der beste Kindersitz


Das ist die häufigste Frage, die an uns gerichtet wird. Und trotzdem kann sie nicht so pauschal beantwortet werden, denn es gibt kein Kinderrückhaltesystem, welches in jeder denkbaren Unfallsituation optimal schützen kann.

In unregelmäßigen Zeitabständen werden in Presse und TV so genannte Crashtestergebnisse präsentiert (siehe auch "Kindersitztests"). Leider sind diese Messergebnisse für den Verbraucher manchmal wenig hilfreich und verunsichern ihn zusätzlich.

Sie differieren nämlich in ihren Endbeurteilungen ganz erheblich voneinander, so dass der noch vor einigen Wochen als gut getestete Kindersitz nun plötzlich als nicht mehr empfehlenswert gilt. Kindersitze sind nach Gewichtsgruppen eingeteilt .Ebenfalls eine Rolle spielt die Körpergröße. Das Alter des Kindes ist lediglich ein grober Anhaltspunkt und die Kaufentscheidung von untergeordneter Bedeutung.

  1. Alle Kindersitze, die heute verkauft werden, sind nach der Europäischen Prüfnorm ECE 44 getestet und zugelassen. Die derzeit aktuelle Prüfversion ist die ECE 44-04 (siehe hier)

    Ob Ihr Sitz über die aktuelle Prüfnorm verfügt, ist festzustellen am meist orangefarbenen Etikett, das am Sitz angebracht ist. Unter dem "E" im Kreis findet sich eine Zahlenfolge. Sind die ersten beiden Ziffern "04" ist der Sitz nach der neuesten Norm geprüft und zugelassen.
    Ebenfalls entsprechen "03" zugelassenen Kinderrückhaltesysteme noch den aktuellen Anforderungen.

    Die Ziffern "02" hingegen kennzeichnen die alte Prüfnorm ECE 44-02. Systeme, die nach dieser Norm zugelassen sind, dürfen seit dem 08. April 2008 nicht mehr verwendet werden.
    Ganz bewusst verzichten wir darauf, Ihnen verschiedene Marken oder Hersteller zu nennen, denn unter Beachtung einiger wichtiger Punkte, können Sie selbst den richtigen Kindersitz finden.

    Das Gewicht Ihres Kindes muss grundsätzlich mit den auf dem Sitz vermerkten Gewichtsangaben übereinstimmen.
    Ausnahme: Sitzerhöhungen der Gruppe III dürfen auch von schwereren Kindern benutzt werden, wenn dadurch eine bessere Führung des Autogurtes erreicht werden kann.


  2. Babys sollte man möglichst lange gegen die Fahrtrichtung transportieren. Erst ab 9 kg Körpergewicht ist es zulässig, das Kind in Fahrtrichtung mitzunehmen. Hierzu sollte das Kind aber schon stabil sitzen können. Alte Babyschalen der Gr. 0 bis 10 kg sind oftmals zu klein und das Kind ist herausgewachsen, ehe es 9 kg hat und sitzen kann.
    Die aktuellen Babyschalen entsprechen alle der Gr. 0 plus.

    Allgemein gilt der hintere mittlere Sitzplatz als der sicherste.
    Das Kind sitzt dann beim Seitenaufprall möglichst weit weg von der Anstoßstelle und hat auch nach vorne zwischen den Lehnen der Vordersitze bedeutend mehr Kopf- und Beinfreiheit, wenn es beim Unfall zu einer Vorverlagerung des Körpers kommt.

    Voraussetzung ist allerdings, dass der Mittelplatz mit einem Dreipunktgurt versehen ist denn es gibt tatsächlich nur noch wenige Modelle, die überhaupt mit einem "reinen Beckengurt" montiert werden können.
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  3. Generell gibt es 4 Arten der Montage eines Kindersitze.
    Der Kindersitz wird mit dem Fahrzeugdreipunkt- oder -zweipunktgurt befestigt. Der Sitz selbst hat ein integriertes Hosenträgergurtsystem welches wiederum das Kind hält.

    Der Kindersitz, ein sog. Fangkörpersystem, wird zusammen mit dem Kind durch den Fahrzeugdreipunkt- oder -zweipunktgurt gehalten, der durch ein Prallkissen geführt wird. Das Kind selbst hat keinen direkten Kontakt mit einem Gurt, der Kindersitz selbst wird nicht separat befestigt

    Das Kind wird in bzw. auf seinem Kindersitz mit dem normalen Fahrzeugdreipunktgurt gesichert, wobei der Sitz über verschiedene Führungen verfügt, die einen optimalen Gurtverlauf über Schulter und Oberschenkel gewährleisten sollen. Der Kindersitz wird nicht separat befestigt.

    Besonders bei Kindern mit 9 kg Körpergewicht kann es hierbei zu Problemen kommen, da nicht immer ein optimaler Gurtverlauf zu erreichen ist (siehe auch: Häufige Fehler beim Sitzeinbau / Fehler beim Einbau und Bedienung).

    Der Kindersitz wird mit den ISO-Fix Verankerungen befestigt. Der Kindersitz selbst hat ein eigenes Gurtsystem. Der normale Autogurt wird dann nicht mehr benötigt.

    ISO-Fix Systeme erzielen i.d.R. die besten Werte, geben sie doch die Verzögerung des Fahrzeugs direkt an den Kindersitz weiter. Die weit aus geringere Fehlbedienungsmöglichkeit ist ein weiterer Pluspunkt


    Für welche Marke oder welchen Sitz Sie sich auch entscheiden, immer gilt:

  4. Vor dem Kauf in allen in Frage kommenden Fahrzeugen probeweise einbauen. Der Sitz muss fest sitzen und sollte möglichst nicht wackeln. Sie werden selbst schnell bemerken, dass nicht jeder Kindersitz gleich gut passt.
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  5. Verlassen Sie sich nicht einfach auf die Aussage von Freunden und Bekannten, die mit einem Kindersitz sehr zufrieden sind.
    Ein Sitz, welcher in deren Auto fest sitzt und somit gute Sicherheit bietet, muss sich in Ihrem Auto keineswegs genauso gut montieren lassen.


  6. In vielen Fachgeschäften stehen auch Musterautositze, an denen die Montage und der Gebrauch eines Kindersitzes vom Verkaufspersonal gezeigt wird. Lassen Sie sich nicht irritieren sondern probieren Sie Ihren "Wunschsitz" unbedingt im eigenen / in den eigenen Autos aus.


  7. Lassen Sie sich Zeit beim Kauf des Kindersitzes. Studieren Sie die Einbauanleitung gründlich. Am Sitz ist zusätzlich ein Pictogramm angebracht, das eine "Kurzmontageanleitung" aufzeigt.
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  8. Achten Sie immer darauf, dass die Gurte, die das Kind halten, eng am Körper anliegen müssen. Mehr als eine flache Hand sollten Sie nicht zwischen Gurt und Kind schieben können. Dicke Kleidung verhindert einen korrekten Gurtverlauf.


  9. Der korrekte Gurtverlauf muss auch gewährleistet sein, wenn sich das Kind in seinem Sitz bewegt und herumrutscht.


  10. Das Kind muss sich in seinem Sitz wohl fühlen und seinen Sitz akzeptieren. Gehen Sie mit gutem Beispiel voran und gurten Sie sich immer an, auch auf Kurzstrecken.

Nicht etwa schlechte Kindersitze sind die Hauptursache für viele verletzte oder gar getötete Kinder, sondern vielmehr die teilweise erschreckende Sorglosigkeit der Erwachsenen, die Ihr Kind nicht oder nur unzulänglich sichern.

Die Gweichtsgruppen
Gruppe 0 bis 10 kg
Gruppe 0 plus bis 13 kg
Gruppe 1 9 bis 18 kg
Gruppe 2 15 bis 25 kg
Gruppe 3 22 bis 36 kg
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