Wissenswertes über Babyschalen


Frühchen – wenn Ihr Baby zu klein ist

Ihr Baby kommt zu früh zur Welt und ist für die Babyschale zu klein.

Größenunterschiede zwischen Babyschalen
Auch wenn die Babyschalen alle bis 13 kg zugelassen sind, es gibt deutliche Unterschiede.

Allgemeine Informationen zu Babyschalen

  1. Kindersitze sind immer nach Gewichtsgruppen eingeteilt. Die Körpergröße ist ebenfalls ein entscheidender Faktor. Das Alter des Kindes ist lediglich einen grober Anhaltspunkt, für die Kaufentscheidung letztlich aber nicht von Bedeutung.
  2. Bis mindestens 9 kg Körpergewicht dürfen Kinder niemals (es gibt keine Ausnahme) in der Fahrtrichtung befördert werden. Die Mitnahme in einigen speziellen Kinderwagenaufsätzen ist ebenfalls möglich. Das Baby liegt dann quer zur Fahrtrichtung. Wir empfehlen allerdings Kinder möglichst lange entgegen der Fahrtrichtung zu befördern.
  3. Das Baby passt in seine Babyschale solange der Kopf noch vollflächig aufliegt und das auf dem Sitz angegebene Gewicht nicht überschritten ist. Dass oftmals die Beine überstehen und an der Fahrzeuglehne anstoßen, sollte in Kauf genommen werden. Ein zu frühes Umsetzen in einen vorwärts gerichteten Sitz kann beim Unfall infolge der Schleuderbewegung des Kopfes schlimmste Verletzungen der Halswirbelsäule zur Folge haben.
  4. Der in der Babyschale vorhandene Gurt muss immer eng am Körper des Babys anliegen. Testen Sie unbedingt, ob sich die Schultergurte in der Höhe verstellen lassen (Bedienungsanleitung beachten) und ob die Gurte auch ganz eng angezogen werden können. Ist dies nicht der Fall dann ist die Schale für Neugeborene ungeeignet.
  5. Da es sinnvoll ist ein Baby möglichst lange entgegen der Fahrtrichtung zu transportieren, greifen Sie deshalb unbedingt zu einem Kindersitz der Gruppe 0 plus (von Geburt bis 13 kg Körpergewicht). Aktuelle Babyschalen entsprechen alle der Gruppe 0 plus. Aber beachten Sie unbedingt den nächsten Tipp.
  6. Nehmen Sie zum Kauf ruhig mal ein Metermaß mit und messen Sie die Länge des Rückenteils der Babyschale. Obwohl alle Systeme der Gruppe 0 plus angehören, werden Sie nicht unerhebliche Unterschiede feststellen. Das bedeutet, dass ein Kind eben eine längere Zeit oder aber nur kürzer in der Babyschale verbleiben kann. Wir haben die Probe gemacht. Sehen Sie hier.
  7. Gebrauchte Babyschalen können durchaus noch länger verwendet werden. Allerdings müssen sie natürlich unfallfrei sein und in einwandfreiem Zustand. Weiterhin müssen sie den aktuell gültigen Prüfnormen ECE 44-03 oder 44-04 entsprechen. Deshalb: Hände weg von Babyschalen, deren Vorgeschichte sie nicht kennen (Dieser Hinweis gilt natürlich auch für alle anderen Kindersitze).
  8. Hat das Fahrzeug einen Beifahrerairbag, kann dieser unter Umständen deaktiviert werden. Ist dies nicht möglich, muss die Babyschale auf dem Rücksitz montiert werden.
  9. Babyschalen werden mit dem Fahrzeugdreipunktgurt montiert. Nur ein Hersteller bietet ein Modell an, das in Verbindung mit einem Basisgestell in verschiedenen Fahrzeugen auch nur mit dem Beckengurt befestigt werden kann - siehe auch "Häufige Fragen".
    Bei der "Dreipunktgurtmontage" wird immer der Diagonalgurt um die Rückenlehne der Schale gelegt (siehe Bild). Der untere Gurt verläuft über (oder bei manchen Sitzenunter) dem Kind. Die Stellung des Tragebügels ist von Sitz zu Sitz unterschiedlich. Bitte beachten Sie die Bedienungsanleitung.

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  10. Alle Kindersitze sind nur zugelassen, wenn sie nach der ECE Norm 44 geprüft sind. Die aktuelle Norm ist die ECE 44-04. Sie muss in irgend einer Form (meist orangefarbenes Etikett) am Sitz angebracht sein. Am Etikett kann u.a. die Gewichtsklasse, das Land, in dem die Zulassung erfolgte, und die Prüfnorm abgelesen werden (Eine Abbildung des Prüfetiketts finden Sie hier). Amerikanische Sitze aber auch europäische Modelle, die in den USA gekauft wurden, verfügen nicht über die Prüfnorm ECE 44-03 / 44-04. Eine nachträgliche Zertifizierung ist nicht möglich. In Fahrzeugen mit deutscher Zulassung dürfen sie nicht verwendet werden.
    Seit dem 09. Juli 2013 können Babyschalen auch nach der ECE R 129 zugelassen werden. Sie entsprechen dann der I-Size Norm und benötigen zwingend eine ISO-Fix Basis
  11. Bauen Sie die Babyschale vor dem Kauf probehalber in Ihr(e) Fahrzeug(e) ein. In manchen (besonders älteren) Fahrzeugen ist der Gurt extrem kurz. Gurtverlängerungen durch die Fahrzeughersteller sind jedoch nur selten möglich. Es gibt für diesen Fall aber auch Modelle, die einen etwas kürzeren Gurt benötigen.
  12. Inzwischen gibt es auch einige Babyschalen, die in Verbindung mit einem Basisgestell verwendet werden können. Diese Basis wird entweder mit Iso-Fix oder mit den Fahrzeuggurten befestigt. Der Ein- bzw. Ausbau wird dadurch deutlich leichter. Fehler bei der Montage, wie z.B. falsche Gurtführungen sind nahezu ausgeschlossen. Allerdings ist für diese "Basissysteme" noch eine fahrzeugtypische Zulassung erforderlich und nicht für jedes Fahrzeug ist ein solches System zu bekommen.

Bei Problemen beim Einbau von Babyschalen und sonstigen Fragen zur richtigen Kindersicherung beraten wir Sie gerne. Terminvereibarungen unter Tel. 0621 / 415700.