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Wissenswertes über Babyschalen


  1. Kindersitze sind immer nach Gewichtsgruppen eingeteilt. Die Körpergröße ist ebenfalls ein entscheidender Faktor. Das Alter des Kindes ist lediglich einen grober Anhaltspunkt, ist aber letztlich ist für die Kaufentscheidung nicht von Bedeutung.

  2. Bis mindestens 9 kg Körpergewicht dürfen Kinder niemals (es gibt keine Ausnahme) in der Fahrtrichtung befördert werden. Die Mitnahme in einigen speziellen Kinderwagenaufsätzen ist ebenfalls möglich. Das Baby liegt dann quer zur Fahrtrichtung. Wir empfehlen allerdings Kinder möglichst lange entgegen der Fahrtrichtung zu befördern.

  3. Das Baby passt in seine Babyschale solange der Kopf noch vollflächig aufliegt und das auf dem Sitz angegebene Gewicht nicht überschritten ist. Dass oftmals die Beine überstehen und an der Fahrzeuglehne anstoßen, sollte in Kauf genommen werden. Ein zu frühes Umsetzen in einen vorwärts gerichteten Sitz kann beim Unfall infolge der Schleuderbewegung des Kopfes schlimmste Verletzungen der Halswirbelsäule zur Folge haben.

  4. Da es sinnvoll ist ein Baby möglichst lange entgegen der Fahrtrichtung zu transportieren, greifen Sie deshalb unbedingt zu einem Kindersitz der Gruppe 0 plus (von Geburt bis 13 kg Körpergewicht). Aktuelle Babyschalen entsprechen alle der Gruppe 0 plus. Aber beachten Sie unbedingt den nächsten Tipp.

  5. Nehmen Sie zum Kauf ruhig mal ein Metermaß mit und messen Sie die Länge des Rückenteils der Babyschale. Obwohl alle Systeme der Gruppe 0 plus angehören, werden Sie nicht unerhebliche Unterschiede feststellen. Das bedeutet, dass ein Kind eben eine längere Zeit oder aber nur kürzer in der Babyschale verbleiben kann. Wir haben die Probe gemacht. Sehen Sie hier:

  6. Gebrauchte Babyschalen können durchaus noch länger verwendet werden. Allerdings müssen sie natürlich unfallfrei sein und in einwandfreiem Zustand. Weiterhin sollten sie den aktuellen Prüfnormen ECE 44-03 oder 44-04 entsprechen. Deshalb: Hände weg von Babyschalen, deren Vorgeschichte sie nicht kennen (Dieser Hinweis gilt natürlich auch für alle anderen Kindersitze).

  7. Hat das Fahrzeug einen Beifahrerairbag, kann dieser unter Umständen. deaktiviert werden. Ist dies nicht möglich, muss die Babyschale auf dem Rücksitz montiert werden.

  8. Babyschalen werden mit dem Fahrzeugdreipunktgurt montiert Nur ein Hersteller bietet ein Modell an, das in Verbindung mit einem Basisgestellauch nur mit dem Beckengurt befestigt werden kann - siehe auch "Häufige Fragen" . Bei der "Dreipunktgurtmontage" wird immer der Diagonalgurt um die Rückenlehne der Schale gelegt (siehe Bild). Der untere Gurt verläuft über (oder bei manchen Sitzenunter) dem Kind. Die Stellung des Tragebügels ist von Sitz zu Sitz unterschiedlich. Bitte beachten Sie die Bedienungsanleitung.

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  9. Alle Kindersitze sind nur zugelassen, wenn sie nach der ECE Norm 44 geprüft sind. Die aktuelle Norm ist die ECE 44-04. Sie muss in irgend einer Form (meist orangefarbenes Etikett) am Sitz angebracht sein. Am Etikett kann u.a. die Gewichtsklasse, das Land, in dem die Zulassung erfolgte, und die Prüfnorm abgelesen werden (Eine Abbildung des Prüfetiketts finden Sie hier). Amerikanische Sitze sind in Fahrzeugen mit deutscher Zulassung nicht erlaubt, da sie im Regelfall nicht über die europäische Prüfnorm ECE 44-03 / 44-04 verfügen.

  10. Bauen Sie die Babyschale vor dem Kauf probehalber in Ihr(e) Fahrzeug(e) ein. In manchen (besonders älteren) Fahrzeugen ist der Gurt extrem kurz. Gurtverlängerungen durch die Fahrzeughersteller sind jedoch nur selten möglich. Es gibt für diesen Fall aber auch Modelle, die einen etwas kürzeren Gurt benötigen.

  11. Inzwischen gibt es auch einige Babyschalen, die in Verbindung mit einem Basisgestell, mit einer Iso-Fix Basis oder mit den Fahrzeuggurten befestigt werden. Der Ein- bzw. Ausbau wird dadurch deutlich leichter. Fehler bei der Montage, wie z.B. falsche Gurtführungen sind nahezu ausgeschlossen. Allerdings ist für diese Systeme noch eine fahrzeugtypische Zulassung erforderlich und nicht für jedes Fahrzeug ist ein solches System zu bekommen.

Bei Einbauproblemen und sonstigen Fragen zur richtigen Kindersicherung beraten wir Sie gerne. Terminvereinbarungen unter Tel: 0621 / 41 57 00.